Oberstes Ziel ist es, einen persönlichen, individuellen Wein mit höchster Qualität und mit naturnahen Produktionsmethoden herzustellen. Dies ist nur dann möglich, wenn das Traubengut gesund und mit optimaler physiologischer Reife in den Keller kommt. Denn die Grundlagen für eine hohe Weinqualität werden im Weinberg geschaffen, darum geniesst die Pflege der Reben erste Priorität.
Entscheidend ist ein geringer Ertrag pro m². Schon im Winter beim Rebschnitt wird darauf geachtet, dass die Fruchtruten nicht zu lange angeschnitten werden. Im Frühling beim Erlesen werden Doppel-, Wasserschosse und Kümmertriebe von Hand entfernt. Anfangs der Traubenreife werden noch Trauben herausgeschnitten, damit ein Ertrag von ca. 500 bis 650 g/m² (beim RxS etwas mehr) realisiert wird. Auch das Auslauben der Traubenzone im Juni/Juli ist sehr wichtig, damit die Trauben mehr Sonne erhalten und nach Regen schneller abtrocknen können (weniger Botrytis/Graufäulnis).
Die Weinberge werden umweltschonend, in Harmonie mit der Natur, nach den Richtlinien der integrierten Produktion (IP) bewirtschaftet, d.h. so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig werden Pflanzenschutz- und Düngemittel eingesetzt. Die Weinbergsböden sind das ganze Jahr begrünt, damit die Nützlinge einen Lebensraum und ein ständiges Nahrungsangebot (z.B. Blütenpollen) haben. Auch schützt die Begrünung vor Erosion und Bodenverdichtung.
Im Keller werden die Trauben sehr schonend weiterverarbeitet. Gelesen wird von Hand mit Plastikkistchen, die "Rotwein-Maische" wird noch von Hand in den Standen gestösselt, die Maische wird mit geringem Druck ausgepresst und die Weine werden möglichst wenig filtriert, damit der Wein mit seinen wichtigen Inhaltsstoffen und natürlich in die Flasche kommt.